Zeitverschwender
pEtEr Withoutfield am Mittwoch, 10. März 2010, 16:36 UhrTags: Ad-Blocker, Comic, Werbung
Abgelegt unter: Sehbar
Ich habe DIE Geschäftsidee: Geld verdienen mit Bannerwerbung.

Von Geek Culture, via.

Ich habe DIE Geschäftsidee: Geld verdienen mit Bannerwerbung.

Von Geek Culture, via.

Es gibt so viel beschissene Musik, dass ich mal so richtig schön aus den Ohren kotzen könnte. Und jetzt weiß ich auch endlich wie das aussehen würde!
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“Don’t tell it demonstrate it.” Der deutsche Illustrator und Designer Andrej Krahne ist verantwortlich für die sehr ansehnliche neue Werbekampagne des Kondomherstellers Durex. // via

Liebe Marketing- und Promotion-Agenten,
es freut mich wirklich sehr, dass ihr auf mich aufmerksam geworden seid, zeigt es mir doch wie beliebt dieses Blog geworden ist.
Allerdings ist es mehr als fraglich, dass ihr größtenteils unaufgefordert versucht, mich mit kleinen Geschenken zum schreiben über Produkte und Projekte eurer Kunden zu
bewegen, die nicht im entferntesten zu diesem Blog passen.
Wäre es nicht sinnvoller und effektiver wenn ihr vor dem verschicken einer Mail das Blog des Empfängers einmal genauer unter die Lupe nehmt? Wer sich drei Minuten Zeit nimmt und sich Blogrebellen einmal genauer anschaut wird folgendes feststellen:
Eine dieser Meinungsverstärker hat mir vor ein paar Tagen ein Angebot gemacht, das ich nur schwer ausschlagen konnte: Für einen Beitrag zu einem Fotobuch und einen Link zum Anbieter bot man mir ein 2GB-USB-Stick und ein Fotobuch zum Testen an.
Ein ein solcher Beitrag auf Blogrebellen passt wie ein Fisch auf ein Fahrrad, da wäre etwas Recherche im Vorfeld angebracht gewesen. Und für einen Sachwert von rund 40 Euro meinen Blog zu einem Sprachrohr einer Firma zu machen und mich dadurch der Gefahr auszusetzen, hart erschriebe Leser zu vergraulen – na ich weiß nicht.
Verstehen Sie Spaß?
„Ärzte werden mit tausenden Euros und Kreditübernahmen bestochen und mir wird für ein Fotobuch-Blog-Beitrag ein 2GB USB-Stick angeboten.“ schrieb ich daraufhin am Donnerstag in einem Tweet. Natürlich ist der Vergleich an den Haaren herbeigezogen. Aber ist es denn so schwer, einen Witz zu verstehen wenn dieser nicht mit einem Smiley, einem *lol* oder *g* gekennzeichnet ist? Anscheinend schon. Wie sollte ich mir sonst erklären, dass ich am selben Tag eine weitere Mail von dieser Agentur erhielt?
Freundlich wurde zu dem Tweet Stellung genommen und man erklärte mir, dass dieser Vergleich aus deren Sicht nicht zutreffend sei. Wen wundert es – war ja auch ein Witz!
Nach einem kleinen Einblick in die Firmenphilosophie bat man mich dann, diesen Tweet zu löschen.
Das wiederum entspricht aber nicht meiner Philosophie!
Ich habe niemanden beleidigt, keine Namen genannt und kein Unternehmen oder Produkt verunglimpft. Also warum sollte ich diesen Tweet löschen? Erst durch die Aufforderung dazu wurde das Thema für mich überhaupt interessant.
Nicht, dass ich hier falsch verstanden werde. Es gibt durchaus einige, nennen wir sie mal Promoter, die mir regelmäßig Neuigkeiten zukommen lassen, durch die ich, bzw das Blog profitieren. Das sind hauptsächlich kleine Labels und Musik-Agenturen. Und da fließt übrigens gar keine Kohle, höchstens mal ein Vorab-Promo-Download oder eine CD (auf die ich übrigens noch immer warte).
Foto von svennevenn (cc) // Bild von Streetartist dolk.

dubi-dubi-du-badu-hehehe-badu-badu
Einer der wohl bekanntesten Werbepausenfüller der siebziger Jahre ist der auf die Linie gebrachte La Linea, auch Lui genannt. Der stets nörgelnde Miesepeter wurde von seinem Erfinder und Zeichner, dem italienischen Cartoonisten Osvaldo Cavandoli, vor immer neue Probleme gestellt, die es zu bewältigen galt.
Geburtshelfer für den Linienmann war der Werbeetat des italienischen Küchengeräteherstellers Lagostina – La Linea war also von Anfang Söldner im Dienst der Werbung. Was ihm aber nie wirklich schadete.
Die Abenteuer des großnasigen Motzkopfs findet man auf Youtube, als auch beim DVD-Dealer des Vertrauens.
Apropos: Kennst du auch den Hafer und Bananenblues vom Äffle & Pferdle? Ebenfalls eine schöne TV-Erinnerung meiner Kindheit.

Über Werbung in Blogs kann man durchaus gespaltener Meinung sein. Jedem Blogger steht es frei zu entscheiden, ob er in seinem Blog Werbung schaltet oder nicht. Das ist soweit auch kein Problem. Zum Problem wird es, wenn man seine Leser für blöd verkauft und mit Werbung in allen erdenklichen Formen belästigt.
Platz 6: Textlink-Werbung
Grundsätzlich die unaufdringlichste Werbeform. Unschön wird es mit den Textlinks, wenn man nicht erkennt, dass es sich dabei um Werbung handelt. Zum Beispiel wenn der Link zwischen anderen Verweisen ungekennzeichnet versteckt ist. Es gibt auch Agenturen, die mit einem Backlink in älteren Beitragen versuchen Linkjuice zu erkaufen. Hier ein schöner Beitrag zum Thema.
Platz 5: Banner-Werbung
Die wohl bekannteste Werbeform. Sind zu viele Banner & Buttons eingebunden, schlimmstenfalls sogar animiert, bekomme ich sofort Probleme in der Magengegend. Zudem zerschießt man sich damit auch sehr oft das Design des Blogs, soweit vorhanden.
Platz 4: Google Adsense
Kennt jeder und kann sogar recht unaufdringlich sein. Vielleicht ist die Adsense-Werbung auch schon so weit verbreitet, das es mir nicht mehr sonderlich auffällt. Die Adsense-Codes werden allerdings oft so eingebunden, dass der User nicht auf den ersten Blick erkennt, dass es sich um Werbung handelt. Die Link-Farben des Adsense-Kasten werden den Link- und Hintergrundfarben der Seite angepasst und an Stellen positioniert, die eigentlich den Inhalt des Blogs wiedergeben sollten.
Platz 3: Bezahlte Beiträge
Bezahlte Beiträge von Anbietern wie T. & Co. können für gut besuchte Blogs sehr lukrativ sein. Mit Werbebeiträgen und hoher Reichweite verdient man schnell eine ganze Latte Geld. Aber mal im Ernst: Liest du wirklich einen Beitrag, der mit einem Werbe-Hinweis beginnt? Ich nicht! Darüber kann man denken wie man will, ich werde mir meinen Blog nicht mit Promo-Aktionen vergiften und riskieren, auch noch meine Leser zu vergraulen.
Platz 2: Ad-Layer-Werbung
Kommen wir nun zu der aufdringlichsten Werbeform, der Ad-Layer-Werbung. Mittlerweile bin ich persönlich beleidigt wenn man mich auf Blogs mit dieser Werbeform belästigt!
“Sofort 4,00 Euro für 1000 gültige Layer Einblendungen.” Mit solchen reißerischen Sätzen fangen die Rattenfänger ihre Opfer.
Rechnen wir doch mal nach: Du schreibst also ein kleines Blog über Musik, Katzen, Filme oder was weiß ich auch immer und hast am Tag ca. 250 Besucher die rund 450 verschiedene Seiten aufrufen. Schön, dann lass uns mal zusammenrechen: Macht bei 30 Tagen 7500 User 13500 PIs. Aber Moment: Diese Layer haben meist eine Reload-Sperre von 3 Stunden wenn ein User einen solchen Layer per klick geschlossen hat. Vergütet wird der Layer übrigens erst, wenn er frühestens nach 5 Sekunden geschlossen wurde. Wenn ich nicht gleich die komplette Seite schließe brauche ich höchstens 2 Sekunden um das Ding zu killen! Nun rechne mal aus, was unterm Strich an “gültigen Einblendungen” übrig bleibt und wie lange es dauern wird, bis du 1000 Stück erreicht hast, um sage und schreibe 4 Euro zu verdienen!
Platz 1: Ad-Layer mit Exit-Popup
The same Bullshit wie auf Platz 2 mit dem Feature, dass beim schließen des Ad-Layers auch noch ein Pop-Up aufspringt. Hurra, schnell die Seite schließen, den Feed aus dem Reader schmeißen und bei Twitter entfollowen.
Hier meine Tipps für Blogger die mit dem Gedanken spielen Werbung einzubinden:
So, und nun bist du dran…
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