Manchmal passen Musik und Stimmung perfekt zusammen. Ich hatte gerade dieses seltene Glück bei Four Tets neuem Album “There’s Love In You”, das in etwa so klingt wie es heißt, was als Kompliment zu werten ist.
Das Werk wird erst am Montag von Domino Records veröffentlicht, steht aber netterweise schon bei Four Tet auf Soundcloud zum anhören bereit.
Ich glaube, das mache ich jetzt auch noch ein Mal.
Yay! Geburtstag und so. Das fette 3-jährige Jubiläum der Blogrebellen! Und meine unbedeutende Wenigkeit ist nebst über 25 weiteren teils prominenten Bloggern dabei und darf hier einen Gastbeitrag raushauen.
Für alle Leute in den Büros, die gerade an ihren Fenstern sitzend dem leise rieselnden Schnee beim Fallen zuschauen, hier die perfekt passende musikalische Untermalung: “Sofa Rockers” im Richard Dorfmeister Remix von der österreichischen Trip-Hop-Dub-Indie-Whatever Band Sofa Surfers, aus dem 1997 erschienenen Debütalbum “Transit”.
Ein wunderschön chilliges Stück, dass man sich ebenfalls zum Runterkommen nach der krachenden Festlichkeit heute anhören kann. Ich liebe es, ich hoffe die Kreuzberger Blogrebellen und treuen Leser ebenfalls.
… den ganzen Techno-DJs, den Stars aus den Diskotheken der 90er Jahre?
Das fragte sich auch Tantih, selbst bekannter DJ aus den frühen Tagen des Technos, drüben in seinem Blog. Er recherchierte nach den populären DJs der 90er und fand interessantes über Miss Djax, Roland Casper, Mate Galic, Dag, Kid Paul, Westbam, Marusha, Cosmic Baby, Carl Cox, Thomas P. Heckmann, Richie Hawtin und vielen mehr heraus.
Ein paar Kandidaten für die nächste Runde hätte ich dann auch schon: Joey Beltram, Jeff Mills, Andy Düx, CJ Bolland, Cristian Vogel und Talla 2XLC.
Foto: DJ Tanith und Schamane DJ Dag // via Facebook
Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich diesen Beitrag schreiben soll, da die Musik, über die ich schreiben möchte, etwas auf dem gewohntem musikalischen Rahmen der Blogrebellen fallen. Aber schließlich muss gute Musik gebloggt werden:
Los geht es mir einem sehr deepen und intensiven “filmmusikalisch gewordenen Traum” aus Dubstep und Drum n Bass. Ich tue mich zwar mit dem ersten, doch sehr trääncigem Track etwas schwer, aber danach nimmt der Mix richtig Fahrt auf.
Dieser Mix Podcast stammt von digitalgewitter und gefunden habe ich ihn bei realvinylz.
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Der nächste elektronische Joint kommt von einem bekannten Österreicher, den viele wohl eher durch seine Downbeat- und Trip-Hop Produktionen und Mixe bekannt ist: Peter Kruder. Sein aktuelles Mixtape kommt allerdings eher elektronisch/technoid daher, was das ganze für viele aber sicher nicht uninteressanter macht. Höre selbst und entscheide, ob ihr zusammen passt! Mein Sound ist es nicht wirklich, aber der Mix ist gut. // via Ronny
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Zu guter Letzt habe ich dann noch einen ganz großen der Techno-Szene am Start: Laurent Garnier. Ehrlich gesagt wusste ich bis gestern nichts über seine aktuellen Produktionen. Nun bin ich aber auf einen Mitschnitt eines Live-Auftritts aufmerksam geworden, den man sich einmal genauer ansehen und hören sollte. Zusammen mit analogen Instrumenten spielenden Musikern steht Laurent Garnier auf der Bühne und schraubt an seinen elektronischen Geräten herum. Bis zum Break gefällt mir das auch richtig gut, nur danach komme ich nicht mehr ran. Nichtsdestotrotz ist es dieser Mitschnitt Wert hier gezeigt zu werden. Entscheide selbst:
Thomas P. Heckmann ist nicht nur ein begnadeter Künstler und ein Urgestein der elektronischen Musik, er ist auch ein leidenschaftlicher Sammler von Synthesizern und Soundmachines. Sein Studio ist ein privates Synthesizer Museum der Extraklasse.
Das Slices Magazine drehte 2007 ein Portrait über Heckmann und erhielt einen Einblick in die analoge Welt des Mainzers. Wer schon immer einmal wissen wollte was Circuit-Bendeng ist, welche Taschenrechner und welches elektronische Spielzeug Kraftwerk für ihre Songs nutze, oder wozu man heute noch ein Modular-System braucht, das größer ist als Omas Schrankwand, der wird an dieser Dokumentation seine Freude haben.
Entdeckt bei mururoar.
Spacedisco, Umwege erhöhen die Ortskenntnis oder auch Chillfuck – das ist die Danii, eine Exilbayerin in Berlin.
Das Danii mixen kann hat sie schon mit dem Mixtape Auringonpaiste bewiesen, nun ist die Fortsetzung am Start: there is me and there is you
“Smoothtronic” – der Mix beginnt in einem entspannten Tempo und nimmt im Verlauf noch reichlich Fahrt auf. Elektronische Musik, so, wie ich sie mag:
Die Gene des HipHop, gemeint sind die Samples, hat Malte in archäologischer Kleinarbeit aus der Grabungsstätte geborgen.
Carsten hat “endlich mal wieder einen Abend Zeit genommen, ein paar Platten ausgesucht und einen Mix aufgenommen”. Wow!
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Und auch Eikman fand spontan Zeit für einen “Mix, der zu Beginn etwas perkussiv-verdreht ist, ab der 30 Minuten Marke allerdings in etwas treibendere und technoidere Sphären entweicht”. Well, well!
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Erstes Bild von Jogi (cc), zweites ist eine Montage von Johnny (Spreeblick) und die anderen beiden sind die Cover der Mixtapes.
Viel kann ich über VJRabauke leider nicht schreiben, dafür findet man im Netz zu wenig Informationen über ihn. Klar ist, der Mann hat was auf dem Kasten!
VJRabauk ist, wie sein Name schon sagt, ein Video-Jockey der es versteht angestaubtes bis absurdes Videomaterial zu Musik zu schneiden. Nicht minder schlecht mischt er Musik ineinander.
Mit diesen Fähigkeiten und einem ausgezeichneten elektronischen Musikgeschmack ausgestattet macht sich VJ Rabauke an die Arbeit. Er durchforstet das Internet Archiv nach tanzbaren elektronischen Techno- & House Tracks (oder sind es doch eher Elektro-Tracks?), mischt daraus einen ansehnlichen durchaus hörbaren Netaudio-Mix und schneidet dazu letztendlich Filmausschnitte aus Opas Videokiste mit Bildern, die mich an die X-Mix Videos der neunziger Jahre erinnern.
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Basti hat genau das in Worte gefasst, was mich schon seit langem wurmt!
… Für mich, als jemand der musikalisch die 90er komplett mitgenommen hat, ist Elektro eben die Musik mit gebrochenen Beats, trockenen Basslines, Vocoderstimmen und einer kühlen, maschinistischen Ästhetik …
… Auch wenn der Begriff “Elektro” seine heutige Bedeutung aus der Tatsache heraus haben dürfte, dass viele Leute überfordert sind, mit neuen (oder für viele neu klingenden) Musiken die eine Mischung aus klassichem Rock und Techno darstellen (als die zwei Pole der Popkultur seit den50ern), klarzukommen, bzw. andere nicht Techno sagen können, weil es ihre jahrelange Antihaltung ad absurdum führen würde, so ändert dies nichts an dem Tatbestand, dass die ursprünglich so bezeichnete Musik quasi ausgestorben ist. …
Wobei ich sagen muss, dass der Begriff “Elektro” aus den 80′ern stammen dürfte. Ein sehr gutes Beispiel für einen Elektro-Track aus dem Jahre 1983 ist Cybotron – Clear von Juan Atkins:
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Subliminal_Kid von realvinylz.de sagt dazu in den Kommentaren:
Ja, mit dem Begriff Electro oder Elektro wird viel Schindluder betrieben, habe zumindest noch nie Aux88 oder Arpanet oder Dave Clarke auf einer “Electro”-Party gesehen. …
… Ich werde auch auf realvinylz dafür kämpfen, dass die Bezeichnung Elektro wieder Oberheim DX, TR-808, Roland Juno etc. bedeutet und nicht irgendwas mit elektronischer Musik…
Der blöde Laarmann hat doch letztens tatsächlich eine “neuartige” Symbiose aus Electro und Rap ausgerufen, die angeblich völlig revolutionär sei… Pffft!
Vielen Dank die Herren für die Aufklärung und die Kampfansage