Back to the Roots ist ein sehr feines Sample-Spotting-Mixtape vom Österreicher Trishes:
A quick’n'dirty live mix for my radioshow FM4 Tribe Vibes bringing together some personal HipHop favorites and the equally awesome songs they were constructed from…
Was “Bam Bam” zu einem besonderen Track macht, sind die ganz unterschiedlichen Stücke, für die Samples daraus benutzt wurden.
Die Freestylers bedienten sich für “B-Boy Stance” bei der Bassline.
Dank Sisters Nancys Hilfe ist Groove Armadas “Fogma” nicht nur ein Brett, sondern ein ziemlich gut gelauntes Brett ohne Verfallsdatum und davon kann es nie genug geben.
Ganz anders Farid von Thievery Corporations Eighteen Street Lounge Label. Zwar ist auch bei ihm das Vocalsample für die gute Laune zuständig, wird aber auf “More Wax” sehr sparsam und mit viel Gefühl eingebaut.
Zu guter Letzt noch mehr gute Laune. Thunderballs “Bam & Bass” ist ein simpler aber effektiver Drum’n Bass-Remix von “Bam Bam”. Ich glaub, ich kann den Frühling riechen…
1980
veröffentlicht Edwin Birdsong, ein ehemalige Mitstreiter von Roy Ayers Rapper Dapper Snapper und landet damit vielleicht nicht den größten Hit aller Zeiten auf Salsoul, schafft aber dank des seltsam schleppenden, fast schon hinkenden Grooves einen Beat, der immer wieder gesamplet wurde.
1989
machten De la Soul den Anfang. Birdsongs Beat hat einigen Anteil am hippiesken feeling von “Say No Go” “Me, Myself & I”
damit nicht genug, auch auf Ain’t Hip To Be Labeled a Hippie
vergriffen sie sich gleich nochmal daran, wenn auch nur ganz kurz (bei 00:17)
2002
verwendeten Gang Starr das Sample für “Skillz”
2006
lieh sich Kelis den Beat für “What’s that right here”
2001
war Rapper Dapper Snapper dann die Grundlage für Dublex Incs Tanzflächenkracher “Tango Forte” und bewies damit eindrucksvoll, daß auch bei 125 BPM ein bißchen Schlingern nicht schaden kann.
2002
waren die Sugababes davon anscheinend derartig beeindruckt, daß sie -anstatt irgendwelche Schnipsel zu samplen- gleich das komplette “Tango Forte” als Backing Track für ihren Hit Round Round verwendeten, womit Edwin Birdsongs Klassiker sogar im kommerziellen Formatradio angekommen war.
Was “Rapper Dapper Snapper” allerdings bedeuten soll, weiß übrigens immer noch niemand so genau…
Es ist wahrscheinlich nicht das Tape, das einem Sample-Spotter vor Freude an die Decke springen lässt. Aber es ist sehr gut gemacht!
Titel aus den letzten 40 Jahren gemixt mit Hip-Hop Tracks, die diesen alten Songs als Samplequelle dienten.
Zwar schon ein paar Monde alt, dafür aber so zeitlos wie kaum ein anderes Mixtape: The Lesson
Questlove, der unverwechselbare Drummer von The Roots, wählte diesen Titel wahrscheinlich nicht ohne Grund. Alle Tracks dieses Tapes dienten vielen bekannten Hip-Hop Songs als musikalische Vorlage. So gesehen ist dieser Mix ein Lehrstück in Sachen “Sample-Spotting“. Funk, Soul & Jazz aus den 60er und 70er Jahren, aufgenommen in den BBC-Studios für Radio 1.
1978 brachte die deutsche Schlager-, Disco-, und Pop-Sängerin Su Kramer das Album “Die zwei Gesichter” heraus.
Auf dem Album befindet sich neben einigen Coverversionen bekannter Künstler auch eine Kramer-Eigenkomposition. Magic Dance ist ein minimalistischer siebziger Jahre Disco-Track, der doch sehr an Cat Stevens Was Dog A Doughnut? erinnert. Reiner Zufall, oder lies sich Su Kramer von dem Amerikaner inspirieren? Ich weis es nicht.
djmq machte mich durch seinen Kommentar auf diesen Titel aufmerksam und bemerkte dabei noch, dass Deichkind den Bon Voyage-Beat von Su Kramers Magic Dance sampelten. Und damit hat er Recht!
Außerdem schrieb er mir noch in einer Mail:
Lustigerweise habe ich meine Kopie dieser LP gebraucht bei Ebay gekauft und aus den TT in Hamburg zugeschickt bekommen. Und jetzt rate, wo Deichkind damals ihr Album aufgenommen haben …
Hätte ich es nicht mit eigenen Ohren gehört, ich würde es immer noch nicht glauben!
Warum auch gerade Cat Stevens eine Chance geben gehört zu werden? Yusef Islam, wie er sich heute nennt, kennt man doch eher als Weichspüler mit muffigem Geruch. Und so ist die Musik von eben diesem bärtigen und leicht verwirrten Mann bisher voll an mir vorbei gegangen.
1977, in dem Jahr als Cat Stevens zum Islam konvertierte, erschien noch unter seinem bisherigen Künstlernamen sein vorletztes Album Izitso. Unter den meist schnulzigen Titeln mit elektronischem Touch, sowie der für mich fast unerträglichen Stimme von Cat Stevens, befindet sich auch ein richtiges Sahnetörtchen – ohne Gesang und erfrischend rhythmisch.
Die Überschrift sagt eigentlich schon alles: Ich habe hier ein paar Songs zusammengestellt, die A Tribe Called Quest für ihr Album Midnight Marauders gesampled haben. Leider konnte ich nicht alle mir bekannten Sample-Quellen als Video finden, deshalb ist die Liste auch nicht ganz vollständig. Falls ich ein paar Titel vergessen habe, lasst es mich wissen!
Nice: In diesem kleinen Video wird gezeigt, wie Kanye West den Titel “The People” für Common (feat. Dwele) zusammenbastelte. Grundlage ist Gil Scott Heron’s “We Almost Lost Detroit“, zerpflückt und mit der MPC neu arrangiert.
Marlena Shaw, eine mittlerweile rüstige Dreiundsechzigjährige, war die erste Frau, die bei Blue Note Records unter Vertrag genommen wurde. Das war 1972 und auch heute singt Marlena Shaw noch vor Publikum.
Einer ihrer bekanntesten Titel ist California Soul, ein Song der vielen bekannt sein sollte:
Unser bestens ausgebildeter Sample-Spürhund hat erneut angeschlagen als er das Lied I’m Glad You’re Mine von Al Green hörte. Al Green ist ein Soul und R&B Sänger dessen Kariere Ende der 60er Jahre begann. Der Titel “I’m Glad You’re Mine”, erschien 1972 auf dem Album “I’m Still In Love With You”, beginnt mit einem Rimshot-Drumbreak der von zahlreichen Künstlern gesampled wurde.
Ich habe auf Youtube den Titel Back von Kinderzimmer Productions gefunden. Für diesen Track haben “Textor” aka Henrik von Holtum und “Quasi Modo” aka Sascha Klammt ein ungeklärtes Sample von The Stranglers aus ihrem Lied Golden Brown verwendet. Aus diesem Grund musste das Debutalbum der Kinderzimmer Productions mit dem selbigen Namen relativ kurze Zeit nach der Veröffentlichung wieder vom Markt genommen werden. Quelle
Tja, so kommt das Eine zum Anderen: Letzte Woche habe ich mir für die geliebte Hausarbeit *grmph* eine tolle CD aus dem Schrank gezogen:
A Tribe Called Quest
Midnight Marauders
Neben dem Titel Clap Your Hands für den sich Q-Tip, Phife Dawg, Jarobi White und Ali Shaheed Muhammad bei Bob James Nautilus bedient hatten, freue ich mich auch immer wieder über Sucka Nigga.
Bei Matthias las ich vergangene Woche einen Beitrag über José James und seinem einmaligen Live-Konzertmitschnitt, das man sich bei Fabchannel ansehen kann. Ein Traum! Bei Titel Nummer 5 Park Bench People musst ich mal kurz nachdenken … die Bassline … alles klar: Sukka Nigga!
Höchste Zeit also einmal genauer nachzuschauenhören, woher diese geniale Sample-Vorlage stammt.
Nach kurzem Besuch auf den üblichen Seiten zum Thema Sampling und ein paar Suchanfragen beim Riesen war klar, diese Werk ist von Jack Wilkins, nennt sich Red Clay und ist vom Album Windows Mainstream – aus dem Jahr, in dem Helden geboren wurden: 1973
Der Song Nautilus von Bob James ist neben Amen Brother von The Winstons, besser bekannt als Amen Break wohl einer meist gesampleten Songs in der Geschichte des Hip-Hops.
1974 veröffentliche Bob James das Album One, das neben den anderen drei gerne-definierende Platten die bis 1977 heraus kamen, nach einer allgemeinen Aufwertung der Fusionmusik der 70er Jahre, heute einen legendären Status genießt.
Wer das Original von Nautilus hört und die letzten 20 Jahre musikalisch nicht verschlafen hat, dem wird das Lied sehr bekannt vorkommen.
Hier noch ein lesenswerter Beitrag von djmq: Im Fahrstuhl mit Bob James