Die Deutsch-Französin Brigitte Bijoux ist Musikproduzentin & DJane und lebt heute in Tokyo, Japan. Vor einigen Jahren veröffentlichte sie auf dem Netlabel Ideology die wunderbare Trip-Hop/Drum n Bass EP “Le Fleuve Profond”. Zudem schreibt sie für das Phlow-Magazin über Netlabel Releases und Netaudio. Wie schon mo.’s Free Music Charts kommt auch Brigitte Bijoux’s Netaudio Top 5 direkt vom Netaudio Adventskalender.
Moritz “mo.” Sauer, Journalist, Buchautor und Betreiber des Weblogs Phlow.net hat in seinem englischsprachigem Phlow-Magazin derzeit einen Netaudio-Adventskalender am Start. Verschiedene (Net-)Label Betreiber, Musikjournalisten, Musiker und Blogger präsentieren dort täglich ihre Free-Musik Charts 2007. Zu sehen und zu hören gibt es jeweils die Top 5 Songs, Top 5 Releases & Top 5 Netlabels.
Sehr interessante Sache, bei der einem mal wieder klar wird wie viele gute Netaudio-Tracks aus den verschiedensten Musikrichtungen es doch gibt.
Hinter einem der Adventstürchen sind auch meine Charts versteckt. Und bis diese dort veröffentlicht werden möchte ich euch heute mo.’s Netaudio Top 5 vorstellen:
Das im Sommer 2006 gegründete Label Oceanaudio aus Halifax, Nova Scotia (Kanada) hat sich zum Ziel gesetzt, sowohl freie Netaudio Titel als auch kommerzielle digitale Formate zu releasen.
Ruby Jean And The Thoughtful Bees - Not About To ist das Debut des kanadischen Labels und wurde unter Creative Commons Lizenz veröffentlicht. Die One-Track EP überzeugt mit einem groovenden Beat, der gerne auch mal etwas aus dem Tackt läuft, harmonische Synthisounds und dem schönen Gesang von Rebekah Higgs.
Der Dub Technique Mix von Not About To kommt etwas ruhiger und bassiger daher und lässt die Nähe zum Meer erahnen.
Für Trip-Hop Liebhaber ist dieses Release unbedingt ladenswert und lässt auf weitere tolle Downbeat Tracks hoffen.
Ruby Jean And The Thoughtful Bees - Not About To
Ruby Jean And The Thoughtful Bees - Not About To (Dub Technique Mix)
Robert Koch, vielbeschäftigter Berliner Beatbastler von Jahcoozi und The Tape ist mit einem brandneuem und sehr fettem Mixtape am Start.
Schublade: Berlin Bass Movement (Hip-Hop, Broken-Beat, Dubstep, Grime)
robot koch (the tape/jahcoozi) - death star disco mixtape
Funkvergnügen - so heißen die Compilations von Marc Hype, ehemaliger ITF DJ Champion (1998 + 1999), und Katmando, Mitbegründer des Juice Magazin.
Einen Großteil ihrer Freizeit verbrachten und verbringen die beiden wohl auf Flohmärkten oder in dunklen 2nd Hand Schallplatten-Läden, um die raren und obskuren Jazz und Krautrock Scheiben, sowie eigenwillige Funk Coverversionen zu finden. German Breaks - westdeutsche und ostdeutsche Produktion, Rockgrooves & Jazzbreaks, Funk, Soul und Disko.
So wundert es nicht, dass auf den Compilations Lieder bekannter deutscher Musiker wie Manfred Krug, Hildegard Knef oder die sehr begehrten Scheiben von Niagara (mit dem jungen Udo Lindenberg an den Drums) mit dabei sind.
Egal, ob das Gymnastik-Workshop-Intro, der Dannemann-Zigarillos-Promospot oder Orgelmeister Klaus Wunderlich mit seiner oft gesampleten “Summertime”-Version. Sixties Beatware von Howard Carpendale gesellt sich zu Kraftwerk-Klängen. Und zu guter Letzt lassen dann noch Nina Hagen, die Toten Hosen (gemeinsam mit Fab 5 Freddy) und Tommy Gottschalk, Manfred Sexauer und Frank Laufenberg mit ihrer deutschen Variante von “Rappers Delight” (Das erste deutschsprachige Rapstück) die Achtziger hochleben.
Was mir beim hören der Snippets unheimlich gut gefällt, ist die Kombination von funky & jazzy Musik und der für mein Gehörsinn ungewöhnlichen deutschen Gesang und natürlich die Lyrics. Aber hört selbst, ihr werdet schon merken was ich meine.
Zwei Plattenspieler, ein Mischpult und eine Plattenkiste mit ausgesuchtem Vinyl.
Mein Kumpel und Nachbar DJ Gewählt hat mit diesen Zutaten einen hochkarätigen Minimal Techno Mix erstellt, den ich euch hier auf blog.rebellen.info exklusiv präsentieren darf.
Straight Minimal Mix mit sorgfältig ausgesuchten Tracks und sphärisch blubbernden Sounds:
Neues aus Köln: tmoe von OneTakeTapes.com überraschte diese Woche mit dem Start seines eigenen Podcasts. Die erste Episode nennt sich “The day after Tuesday” und bewegt sich musikalisch zwischen Rare Grooves und Funk. Wie zu erwarten auf hohem Niveau.
So langsam aber sicher wird der Berliner Grime-Sound eigenständig und hebt sich somit immer deutlicher von der Londoner Dubstep Szene ab. Nach der außerordentlich fetten Blitz ‘n’ Ass LP von Jahcoozi erschien vor einigen Tagen die EP “Send Dem Kids To War” von Tolcha auf Meta Polyp Records.
Auf dieser EP, die ausschließlich auf digitalem Weg vertrieben wird, sind 3 neue Tracks, sowie zahlreiche Remixe zu hören. Für den Oberburner “Send Dem Kids To War” holten sich die Berliner Produzenten Female MC Soom T aus Glasgow ins Studio.
Der minimale Broken-Beat dieses Tracks bekommt durch die fette Bassline einen ernormen bouncenden Flow und wird durch den Gesang und Rap der britischen Lady zu meinem persönlichen Lieblingstrack der Woche!
Per Myspace Kommentar wurde ich auf dieses erstklassige Mixtape vom Berliner Tillevision aufmerksam. Kurz nach der Netaudio-Veröffentlichung der Anabelle & Karsten-EP eine delikate Musikmischung des Prezelbergers.
Treffender wie in seinem Myspace-Blog kann man diese Soundcollage nicht beschreiben:
… Seine Ohren sind sensibilisiert für die bedeutenden Zwischentöne, die sonst leicht untergehen. Mit viel Sorgfalt hat er sein Filmarchiv durchstöbert und wahre Schätze ausgegraben.
Dieses Tape ist kein klassisches Mixtape. Sein ranziger Klang mit Lautstärkeschwankungen und Störgeräuschen bietet bewusst dem glockenklaren Studioklang, den man sonst gewohnt ist, die Stirn.
Der aus Berlin Prenzlauer Berg stammende Produzent Tillevision hat eine Soundcollage geschaffen. Mit seinen Beats, Loops, Filmsoundtrack-Collagen und Film-O-Tönen erzählt er keine zusammenhängende Geschichte. Vielmehr weckt er nahezu im Minutentakt Assoziationen zu neuen Bildern, die den Hörer an alltägliche, ganz persönliche Situationen erinnern. …
Ein wirklich durchgeknalltes Mixtape, sehr hörenswert!
Es ist soweit, mein erstes Netaudio Mixtape ist fertig!
Aus insgesamt 32 Trip-Hop, Downbeat, Hip-Hop und Dub Tracks wurde das Urban Netaudio Mitxtape Vol.1 mit stolzen 86 Minuten.
Alle verwendeten Titel sind Netaudio Releases und stehen unter Creative Commons Lizenz.
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