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Jeder ist ein Künstler

Nilo am Sonntag, 25. Februar 2007, 15:42 Uhr
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Abgelegt unter: Kunst

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Verlassen wir die heiligen Hallen der schönen Künste und begeben uns in die Cyberwelt. Das Projekt Wallright bietet eine ‘Wand’ auf der jeder malen kann, frei nach dem Motto ‘jeder ist ein Künstler’.
Web 2.0 ist nicht nur das Erstellen des eigenen Profils. Hier ist bereits das Konzept Kunst und der User ein Teil davon. Das lustige ist, dass man parallel mit anderen auf der Cyberwand malt. Jeder hat sogenannte ‘ink credits’ und wenn die aufgebraucht sind, muss man sich ein wenig gedulden bis der innere Picasso wieder ausgelebt werden kann.
Mir macht es auf jedenfall Spass.

MeinPlatz

Nilo am Dienstag, 20. Februar 2007, 23:34 Uhr
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Abgelegt unter: Lesbar

Es ist schon lustig, wie ein elektronisches Gerät - was eigentlich nur die Projektionsfläche meiner Hirngespinste sein sollte - anstellt, um mich an sich zu fesseln. Ich spreche von meinem kleinen weißen Apfel.
Klar, dass die harte Schale nichts für meine Abhängigkeit kann. Vielmehr ist es der süsse Kern der tückischen Verlinkungen, die meist einen Rattenschwanz an Seiten hinter sich her ziehen. Es fängt nur mit einem kleinen harmlosen Vorsatz an: Erstmal Mail checken und dann was arbeiten.
Irgendwie habe ich es geschafft mich in den letzten Tagen bei zahlreichen web 2.0 Seiten anzumelden, um nur auf meiner myspace Seite poplige Bilder hochladen zu können. Ich liebe diese Momente, nein, Nächte in denen du Stunden lang wie ein Hirni versuchst dich in einer neuen Sphäre im Netz zurecht zu finden.
Das Ergebnis: Nicht Kommunikation mit meinen Mitmenschen und Vernachlässigung von Essay Schreiben.

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Orientalismus – ‘Planet of the Arabs’

Nilo am Samstag, 3. Februar 2007, 15:51 Uhr
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Abgelegt unter: Dialog

1978 erschien das Buch ‘Orientalismus’ von Edward W. Said. Klingt erstmal für den Laien vielleicht nach einem schönen Schmöker über die Welt aus ‘Tausend und eine Nacht’. Pustekuchen. Said räumt mit jeglichen Klischees der westlichen Intellektuellen Welt über den ‘Orient’ auf. Seine Methode ist dem Postkolonialismus zu zuordnen, welcher eine Denkrichtung aus der Postmoderne ist. ‘Wissen ist Macht’ ein wohl sehr bekannter Satz, der sich durch Saids Buch durchzieht. ” Der US-amerikanische Intellektuelle palästinensischer Herkunft ” zeige die ” Versuche des Westens, durch eine Rekonstruktion des ‘Orients’ die eigenen kolonialen und neokolonialen Unternehmungen zu rechtfertigen” so in Le Monde diplomatique.
Das konstruierte Bild des anderen impliziert gleichzeitig das eigene Bild. Während dem ‘Orientalen’ die Eigenschaften wie z.B. Despotismus und Unbeherrschtheit zu gesprochen werden stehen dem gegenüber die westlichen Eigenschaften der Demokratie und Selbstkontrolle welche als die richtig wahren Werte angesehen werden. Dies ist vor allem für Groß Britanien und die USA Rechtfertigung dafür, ganze Völker zu entmündigen und ihnen ihre Vorstellung von ‘Frieden und Freiheit’ zu bringen. Nach wie vor herrschen koloniale Machtverhältnisse, denn es gilt die Landkarte des Nahen Ostens zu verändern ohne Rücksicht auf gewachsene Gesellschaften und Kulturen.
Danke Mr. Bush; durch die Achse des Bösen weiß ich nun endlich wer mein Feind ist und wer daran schuld ist, dass es keinen Frieden auf der Welt gibt. Danke!

Der Grund weshalb ich hier auf diesen Mann eingehe ist, dass wir, die in der westlichen Welt lebenden, vielen dieser Konstruktionen zum Opfer gefallen sind. Ich spreche zunächst über die Macht unsere Bilder, die nach wie vor Bestehende, vollbärtige Massen zeigen wenn sie oftmals über den Islam sprechen. Daraufhin die Gefahr die aus einer solch fanatischen Masse heraus gehen kann, dies rechtfertige natürlich die Notwendigkeit der Überwachungskameras an öffentlichen Plätzen.
Bücher wie ‘Islam und der Terror’ und die ‘arabische Bedrohung’ und die ‘muslimische Gefahr’ arbeiten dem Pentagon die Rechtfertigung über ihren Krieg gegen eine “bankrotte Dritte-Welt-Diktatur” zu. (Die Bücher sind wohl in Amerika erschienen)

Ich frage mich wie viele Experten haben wir tatsächlich auf diesem Gebiet. Ich meine die der arabischen Sprache mächtig sind und den Koran lesen können und die Sprache der Völker vor Ort sprechen? Menschen, die Tag täglich sich auf dem politischen Parkett befinden und nach einem tatsächlichen Dialog suchen?

Ich möchte alle interessierten auffordern mal genau hinzuschauen, wenn im Fernsehen oder im Kino das Bild der ‘anderen’ Kultur gezeigt wird.
Hier ist ein kleines Video von Jacqueline Salloum

Derzeit läuft ‘Blood Diamond’ in den Kinos und spielt in Afrika….

Genesis 11,1-9

Nilo am Donnerstag, 1. Februar 2007, 00:23 Uhr
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Ich will was über Babel schreiben. Nur wie? Ich bin von der Geschichte berührt. Ich gebe zu, dass ich mir den Film Babel im Kino angesehen habe, worauf ich eigentlich nicht eingehen möchte. Babel, was Wirsal heißt, beschreibt das was in meinem Kopf vor sich geht:
Interkulturelle Komunikation ist die Krankenschwester, der Arzt ist Stumm. Bilder Zeigen wer unser Feind und wer unser Freund ist.
Body Language.
“excuse me sir, were is the next exit?”
Hallo Sigmund? Sigmund Freud?
“wer seine Stimme abgibt hat nichts mehr zu sagen”
“Kaltes, klares Wasser” >”Da wird die Wäsche nicht nur sauber sondern richtig rein”
blutende Finger.
Hoch
oben
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Shirin Neshat und Kopftuch

Nilo am Samstag, 27. Januar 2007, 14:05 Uhr
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Abgelegt unter: Iran, Kunst

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Nachdem Hinweis auf Shirin Neshats Bilder, möchte ich auf Grund eines Kommentares dennoch etwas schreiben.
Die Künstlerin versucht keineswegs die Verschleierte Frau als Opfer darzustellen. Blickt man in die Augen der Protagonistinnen, so entdeckt man Stärke, Leidenschaft und Selbstbewusstsein wie in ‘Peaceful Paradise’ (siehe Bild). Klar, dass sie Kritisch mit der Rolle der Frau (in Iran) umgeht, aber sie tischt hier nicht die alte Mann-Frau Laier auf. Ihre Arbeit ist vielmehr eine Provokation gegenüber dem Regime; “Die persische Kultur basiert auf ganz anderen Werten als die muslimische … Sie ist weniger rigide, viel poetischer, viel literarischer, es ist eine sehr alte Tradition. Die neue Regierung brachte eine strenge, pure Form des Islam ins Land; sie haben versucht, die persische Geschichte auszuradieren und durch eine allgemeine, islamische Kultur zu ersetzen”.
Sie begibt sich in einem “bildlichen Diskurs zum Thema Feminismus und zeitgenössischer Islam, nicht als Expertin” aber als “leidenschaftliche Forscherin”.
Viele der Bilder, die auf der arte Seite zu sehen sind, sind Standbilder aus ihren Filmen. Von der persischen Literatur inspiriert und besonders von Sharnoush Parsipour welche die Novelle ‘Women without Men’ zu ihrem gleichnamigen Film lieferte.

Zum Thema Kopftuch: Ich möchte klarstellen – auch wenn es einige bayrische Spezis gibt, die anderer Meinung sind – hört auf Kopftuch tragende Frauen als Opfer an zu sehen. Es ist eine westlich arrogante Denkweise, so über dieses Thema zu Urteilen! Ich möchte an dieser Stelle auf die ungerechte Behandlung der so modernen, europäischen Frauen hinweisen, die im Durchschnitt weniger verdienen als Männer und bei weitem nicht die Gleichen Chancen bekommen wie diese.

Ich musste das noch los werden. Die Themen islamischer Feminismus, Orientalismus werde ich in naher Zukunft noch näher behandeln.

Iranian Naiv Art

Nilo am Samstag, 20. Januar 2007, 01:03 Uhr
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Abgelegt unter: Iran, Kunst

gha01.jpgGhashough (Löffel) malt ihre Welt. Sie ist keine klassisch ausgebildete Malerin und dennoch ist ihr Talent zur Komposition, Farbe und Aussagekraft unverkennbar. Intressant finde ich sie deshalb, weil ihre Themen dass zeigen, was mich zur Zeit interessiert. Natürlich im iranischen Kontext gesehen > Siehe “Nase gut alles gut“.
Aufmerksam geworden bin ich über die website: kolahstudio.com. Sie nennen das was sie machen ‘underground art, media and basement’.
Da sag ich nur > Respect!

SlingShot Hip Hop

Nilo am Donnerstag, 18. Januar 2007, 22:44 Uhr
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Abgelegt unter: Sehbar

Ein Dokumentarfilm über das Leben einiger junger palästinensischer Hip Hoper. Hip Hop ist ihr Sprachrohr gegen die tägliche Ungerechtigkeit und Unterdrückung. Der Film ist noch nicht gestartet aber hier vorab ein Trailer.

Nase gut, alles gut?

Nilo am Mittwoch, 17. Januar 2007, 11:20 Uhr
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Abgelegt unter: Iran, Lesbar

Das Thema Nasenoperation wird im Leben fast jeder Iranerin zum Thema. In Teheran wird diese ‘Verschönerung’ sehr selbstverständlich zelebriert, während wir hier in Deutschland sehr kritisch mit diesem Thema umgehen. Das liegt sicherlich daran, dass Deutschland in Europa liegt. Was es damit zu tun hat? 1. Sind hier im lande mehr Stupsnasen vorhanden als in Iran und 2. gilt nach wie vor das europäische (westliche) Schönheitsideal der Frau vor Ort.
Das zeigt sich darin, dass die Frauen die diesen Idealen entsprechen wollen, sich gerne die Haare blondieren, und es meiden in die Sonne zu gehen, damit ihre Haut nicht dunkler wird. Dermatologen verbreiten ätzende Cremes damit die Haut sich schält und somit falten frei und weiß wird.
Andererseits habe ich keinen deutschen gesehen, der langfristig seine Haut dunkler macht. (more…)

“Women without Men”

Nilo am Donnerstag, 11. Januar 2007, 23:13 Uhr
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Abgelegt unter: Iran, Kunst

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Die iranische Künstlerin Shirin Neshat.
Ich möchte über sie eigentlich nicht viel schreiben. Man muss die Bilder auf sich wirken lassen, wie es in der Kunst eben so ist.
Hier ein paar Links:
Weitere Bilder
Über die Künstlerin

Pimp my Handy

Nilo am Mittwoch, 10. Januar 2007, 11:44 Uhr
Tags:
Abgelegt unter: Lesbar

Wer Lust auf ein wenig optische Abwechslung hat, kann sein Handy mit einem eigens ausgesuchten Motiv bekleben.
Die Mainzer Designagentur ‘Freie Folien Kultur’ hat sich auf das Gestalten und Produzieren der Handyfolien spezialisiert.
Frei nach dem Moto ‘geht ab’ lassen sich die bedruckten Folien ohne Rückstände entfernen.
Die Kleberei kann auf MP3-Player,Spielkonsolen und Laptops erweitert werden. Zu den jeweiligen Modelen gibt es vorgefertigte Formate, die nur darauf warten kultiviert zu werden.
Wer intresse hat, kann auf der Seite www.einkult.de sein Model aussuchen und mit seinem Lieblings Motiv bedrucken lassen. Viel Spass!

drucker

Bürgerentscheid in Friedrichshain-Kreuzberg

Nilo am Mittwoch, 10. Januar 2007, 11:26 Uhr
Tags: , ,
Abgelegt unter: Berlin, Kreuzberg

“Am 29.08.2005 hat die Bezirksverordnetenversammlung in Freidrichshain-Kreuzberg auf Antrag von PDS und Bündnis 90/Die Grünen mehrheitlich beschlossen, ein Teilstück der Kochstrasse in Rudi-Dutschke-Straße umzubennen.”
Nach einem Bürgerbegehren der CDU gegen diese Umbennenung, steht nun am 21. Januar 2007 ein Bürgerentscheid an…
Demnächst mehr…

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