Mein täglicher Weg von Arbeit nach Hause führt an der Straßenkreuzung Axel-Springer-Straße Ecke Kochstraße vorbei.
Wie nun die meisten wissen wird ein Teil Kochstraße heute feierlich in Rudi-Dutschke-Straße umbenannt. Diese Zeremonie soll unter Beteiligung zahlreicher Politiker heute um 17 Uhr starten. Als ich eben an dieser Straßenecke vorbeiradelte, fiel mir ein Wagen der Stadt Berlin und ein Straßenarbeiter auf, der das Kochstraßen-Schild abmontierte und das Dutschke-Schild anbrachte
Sollte es wider Erwarten doch erneut Randale in Kreuzberg geben?
Ich habe den Terror vom 1. Mai des letzen Jahres noch vor Augen!
PS: Das Programm für das Myfest in Kreuzberg bietet auch dieses Jahr wieder zahlreiche Live-Acts mit toller Musik!
Viel kann ich über VJRabauke leider nicht schreiben, dafür findet man im Netz zu wenig Informationen über ihn. Klar ist, der Mann hat was auf dem Kasten!
VJRabauk ist, wie sein Name schon sagt, ein Video-Jockey der es versteht angestaubtes bis absurdes Videomaterial zu Musik zu schneiden. Nicht minder schlecht mischt er Musik ineinander.
Mit diesen Fähigkeiten und einem ausgezeichneten elektronischen Musikgeschmack ausgestattet macht sich VJ Rabauke an die Arbeit. Er durchforstet das Internet Archiv nach tanzbaren elektronischen Techno- & House Tracks (oder sind es doch eher Elektro-Tracks?), mischt daraus einen ansehnlichen durchaus hörbaren Netaudio-Mix und schneidet dazu letztendlich Filmausschnitte aus Opas Videokiste mit Bildern, die mich an die X-Mix Videos der neunziger Jahre erinnern.
Einmal mehr beweist sich Myspace als Quelle für hochkarätige Musik und Mixtapes:
Der Australier Flow Dynamics, seines Zeichens Funk-, Soul- und Hip Hop Freestyler, hat mich mit einem Live-Mitschnitt ihres Remix- und Mashup-DJ-Sets vom Gold Diggers Festival in Barcelona völligst überzeugt.
Statt klassisch Schallplatten ineinander zu mixen überlegte sich der Australier etwas neues:
Mit Sequenzer, Midi-Equipment und jeder Menge Loops, Grooves, Songs, Acapellas und Song-Snippets im Gepäck kreierte Flow Dynamics einen “on the fly” Mashup-Mix. Heraus kam ein mitreisendes Mixtape mit jeder Menge Old-School-Breaks, “dusty” Funk-Classics, Soul, Hip-Hop, Latin & Disco-Tunes.
Der Franzose Wax Tailor ging irgendwie an mir vorbei.
Musikalisch bewegt sich Wax Tailor, der von einigen Medien als neuer DJ Shadow gehandelt wird, zwischen Hip-Hop und Trip-Hop. Auf ihn Aufmerksam geworden bin ich durch das Video zum Titel Positively Inclined:
Sein letztes Album Hope & Sorrow das ziemlich genau vor einem Jahr heraus kam muss ich mir auf jeden Fall einmal genauer anhören. Das Snippet macht schon mal Spaß auf mehr:
Der Ungar Daniel Artner aka Dyspeptic veröffentlichte vor ein paar Tagen auf dem kroatischen Netlabel Diggarama die “Zwei-Track-Mini” Breaking News EP. Mit dieser Release begibt sich das Netlabel Diggarama, das sich bisher auf elektronische Musik konzentrierte, auf neue Wege hin zum Nu-Jazz und Broken Beats.
Dyspeptic - The Tramp
Bereichert mit Samples und Scratches überzeugt der melodische Titel “The Tramp” durch das Drum-Arrangement und schönen Harmonien.
Dyspeptic - Jammer
Mit noch mehr Schwung und Oldschool-Synthie-Sounds erinnert der Track “Jammer” an die Zeit Ende der 90er, mit Bands wie die Propellerheads und deren damals angesagten Big-Beat Sound.
Drei Jungs in edeler Abendrobe und mit Tiermasken, ein Hase, ein Chihuahua und ein Beagle - die Rede ist von dem japanischen Jazz-Trio J.A.M. Dieses Piano-Trios besteht aus Josei (Piano & Keyboard), Akita Goldman (Bass) und Midorin (Drums), Mitglieder der japanischen Jazz-Band Soil & “Pimp” Sessions.
Nach einigen Live-Gigs in Tokyoter Clubs und einem Auftritt auf dem beliebten japanischen Fuji Rock Festival spielten J.A.M. für das Londoner Label Brownswood Recordings nun die Jazzy Joint EP ein. Für den gleichnamigen Song Jazzy Joint holten sich die Asiaten keinen geringeren als den New Yorker Jazz-Sänger José James vor das Mikro.
Piggie Smalls, Ludafish, ?uestdove, Moo-Tang-Clan, Missy Elephant, Griz Markie, De La Mole, Timbalamb und viele weitere wunderbar lustige Illustrationen von Patrick Moberg.
brennA von den Berlinpiraten nutzte das gute Wetter der letzten Tage und fotografierte das urbane Berlin. Rund 50 neue Bilder mit tollen Graffitis, Schablonen, Rooftops und Tags hat er unter CC-Lizenz auf seinen Flickr Account geladen. Mit den schon vorhandenen Fotos werden diese Bilder zu einer Dokumentation der aktuellen Berliner Streetart Szene.
Ein prächtiges Feuerwerk an originalen Funk, Soul & Disko Tracks beschert uns F. von Audiotreats mit seinem Inspirations - The Originals Tape.
Gefühlte 859 verschiedene Titel in knapp 53 Minuten ergeben ein einzigartiges Potpourri an raren und vergriffenen Titeln aus bestimmt 50 Jahren Musikgeschichte.
Das hören dieses Tapes wird für Sample-Affine zum einem Ratespiel. Kaum erinnert man sich, welcher Artist das soeben gehörte Sample benutzte, schon läuft die nächste Rarität die einem sehr bekannt vorkommt.
Neben den erstklassigen Veranstaltungen im Mainzer Red-Cat, für die die Mainzer Audiotreats- und Soulparlor-Posse regelmäßig hochkarätige internationale Künstler aus der Hip-Hop und Broken-Beat Szene bucht, produzierte F. mit seinem Kompagnon The One unter anderem das letzte Dendemann Album “Die Pfütze Des Eisbergs”, sowie einige Tracks des letzten Nico Suave Longplayers.
Auf der Suche nach neuem Samplematerial verbrachte F. unzählige Stunden auf Flohmärkten und in 2nd Hand Vinyl-Stores, wie z.B. bei Freddy in der Mainzer Altstadt, und erlangte so einen ausgeprägten musikalischen Background.
Seine ersten Betas und Tracks produzierte er vor bestimmt 15 Jahren, damals noch im sporadisch eingerichteten Studio in Uzos Garage, das mit Eierkartons ausgekleidet war. In dieser damaligen Zeit lernten wir uns kennen und zu schätzen und produzierten auch gemeinsam einige Tracks. Mensch, das waren Zeiten …
Die für mich erste wirkliche Netaudio-Überraschung des Jahres kommt aus Ungarn, genauer gesagt aus Budapest. Zu Jahresbeginn wurde dort das Netlabel Budabeats gegründet, dessen musikalisches Spektrum verschiedene Styles wie Jazz, Funk, Hip-Hop, Breaks, Turntablism, Downtempo, Headz, Lounge umfassen soll.
Mittlerweile ist das Freestyle-Netlabel zwei Releases alt und es wird höchste Zeit etwas über die erste Veröffentlichung zu schreiben!
Kovacs (Nandor Kurtossy) ist Ungar und produziert seit 1996 unter verschiedenen Pseudonymen Funky Breaks, Trip-Hop und Downbeat Tracks.
Auf der Eastern Block EP verbindet er geschickt Jazz-Samples mit elektronischen Sounds und bringt diese mit gekonnten Drum-Arrangements in den richtigen Takt. Nicht zuletzt die “cinematische Stimmung” der Titel macht diese EP zu einem echten Leckerbissen für Liebhaber schleppender Rhythmen und tiefer, atmosphärischer Klänge.
Geprägt ist die Musik von Kovacs nach eigenen Angaben von Skalpel und The Cinematic Orchestra, Künstler des britischen Label Ninja-Tune. Meiner Meinung nach bräuchte Kovacs mit seiner Eastern Block EP auf Budabeats einen Vergleich mit diesen etablierten Artists wirklich nicht scheuen!
via Numblog
… kommen in diesem Beitrag nicht vor! Dafür ein Potpourri bunter Informationen:
Zugezogen - neue Nachbarn in unserem Kiez:
Die Bild-Zeitung produziert seit Samstag in der Berliner Kochstraße Rudi-Dutschke-Straße ihr Blatt. Das ist in unserer direkten Nachbarschaft und ich bin schon gespannt ob mir Kai Diekmann im Penny über die Füße läuft.