DJ-Kultur in der digitalen Revolution
Nilo am Mittwoch, 17. Oktober 2012, 14:00 Uhr
Eine gute Freundin hat mich die Tage auf die Arbeit von Cord Henning Labuhn aufmerksam gemacht. Da ich derzeit an meiner eigenen Arbeit sitze und mich gerne von Abschlußarbeiten Inspirieren lasse – Nein! Nicht copy and paste! – bin ich über die Struktur und den Inhalt geflogen. Mir ist nicht entgangen, dass wir hier einige ‘Pros’ am start haben und den technischen Teil vielleicht für Kindergemüse halten werden.
Vorweg muss ich sagen, dass 1. eine Bachelorarbeit keine Doktorarbeit ist. D.h., dass es nicht darum geht tolle neue Erkenntnisse zu Präsentieren. 2. Der Forschungsstand entspricht dem Stand zwischen 2007 und 2009 3. Jede Diskussion, jedes widerlegen durch Fakten kann für die Wissenschaft förderlich sein. Letzterer Punkt ist eigentlich keiner, sondern vielmehr eine Anregung! :)
Hier hab ich zunächst einige Infos zusammen auch wenn es meist sehr anstrengend ist, Texte komplett zu lesen…vielleicht habt ihr einfach gerade Zeit und Lust:
DJ und Produzent Cord Henning Labuhn erarbeitete eine frei verfügbare wissenschaftliche Publikation zu dem Thema ‘DJs im Kampf der Kulturen’. Die Publikation “DJ-Kultur in der digitalen Revolution”, die er im Rahmen seines Hochschulstudiums an der Berliner Humboldt Universität erarbeitete, stellt er unter einer Creative Commons Lizenz zur freien Verfügung ins Netz.
Die vier Hauptthesen vorneweg:
- Es kommt vermehrt zur Nutzung digitaler Technik und Medien, während sich Kommunikation und Konsum ins Internet verlagern.
- Die Akzeptanz für digitales DJing steigt mit seiner Verbreitung. Es entstehen derweil ein „digitaler Druck“ und neue Anforderungen an die DJs.
- Die Wertschätzung für das analoge Medium Schallplatte sinkt.
- Es hat sich in der digitalen Revolution entsprechend eine digitale Kultur des DJings entwickelt, die dessen traditionelle Formen bedroht, jedoch bislang nicht zerstört hat.
Text via
Über den Autor Cord Henning Labuhn (Auszug aus der Arbeit):
Cord Henning Labuhn, geboren 1984 in Lüdenscheid, lernt als Kind verschiedene Instrumente kennen, legt etwas später im Club oder im Radio auf und veröffentlicht als Musiker/Produzent Schallplatten, MP3s und CDs in unterschiedlichen Genres wie HipHop, House oder Electronica. Im Rahmen seines Studiums der Sozialwissenschaften und der Musikwissenschaft an der Humboldt Universität Berlin forschte er in verschiedenen Projekten auch von akademischer Seite zu Themen wie Groove, HipHop- und DJ-Kultur. Als eine Hälfte des Berliner Produzenten&DJ-Duos „Robosonic“ bringt er seit 2006 durch zahllose Auftritte und Veröffentlchungen einem internationalen Publikum ihre Spielart der elektronischen Tanzmusik nahe (www.robosonic.cc /www.berlin-kreuzberg-institut.com). Unter seinem Vornamen „Cord“ widmet er ich weiteren künstlerischen und musikalischen Vorlieben. Mit der Firma „WHITE LABEL – music for corporate affairs & private pleasure“ beliefert und berät er Firmenkunden in Fragen der Musikgestaltung. Mit seiner Firma PUNCHI PUNCHI vermarktet er zudem den multifunktionalen Handtuch-Schal namens „Punchi“ als Produktinnovation für Sport, Musik und Mode.