Terms of Service; Didn`t Read – Wer liest schon Nutzungsbedingungen?
martONE am Dienstag, 14. August 2012, 12:00 Uhr
Das ist ja genial! Es gibt eine Website mit dem Namen ToS;DR – die Abkürzung steht für Terms of Service; Didn`t Read. Da wird einem mal aufgeführt, zu welchen Konditionen man eigentlich so die ganzen täglichen Services nutzt. Die Rede ist von Twitter, Facebook, Google, Soundcloud, etc… Da muss man sich ganz schön an den Kopf fassen!
Die These der Seite ist ganz einfach: Jeder nutzt Internetseiten, kaum einer liest sich aber die entsprechenden Nutzungsbedingungen durch. Wie auch? Die sind meistens auf Englisch, kilometerlang und kompliziert verklausuliert obendrein. Die Internetseite ToS;DR hat sich jetzt zur Aufgabe gemacht, mehr Transparenz ins Geschehen zu bringen.
Wie das gehen soll? Ganz einfach: Eine Community liest, diskutiert und bewertet die einzelnen Terms of Service in einem System von A bis E. Das befindet sich alles noch im Aufbau, aber könnte wirklich mal etwas mehr Transparenz bringen. Schauen wir uns doch mal ein paar Highlights der Nutzungsbedingungen an:
Terms of Service Wahnsinn
Twitter
- Kein Recht, den Service zu verlassen. Erst Twitter selbst löscht nach 30 Tagen dann den Account
- Das Copyright auf Eure Tweets liegt bei Twitter
- Die wesentlichen Änderungen der Nutzungsbedingungen nimmt Twitter vor, ohne sie mit den User zu besprechen
Twitpic
- Die Bilder, die man bei Twitpic hochlädt, können von Twitpic kommerziell genutzt werden, ohne dass man selbst auch nur einen Cent sieht
- Twitpic kann auch Eure Bilder nutzen, ohne dass sie einen namentlich erwähnen oder Bescheid sagen würden
- Wer glaubt, dass Bilder wirklich gelöscht würden, wenn man sie löscht, der irrt
Facebook
- Auch Facebook kann mit Euren Inhalten machen, was sie wollen – Dabei spielt es keine Rolle, ob sich um ein Foto, Video oder einen Text handelt
- Ebenfalls muss Facebook Euch nicht informieren, wann und wie sie etwas nutzen
- Auch gibt Facebook keine verbindliche Auskunft darüber, ob sie den User informieren werden, wenn sie etwas wesentliches an ihren Nutzungsbedingungen ändern
Skype
- Kein Recht, den Account zu löschen
- Keine Auskunft darüber, ob die Regierung vielleicht gern mithören möchte bei Euren Skype-Gesprächen
Was habt Ihr denn so schon für Bekanntschaften mit Nutzungsbedingungen gemacht? Rants in den Kommentaren sind willkommen!
Via Nerdcore.
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martONE
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