We Like Augustiner
Marinelli am Mittwoch, 27. Juli 2011, 14:00 UhrTags: Bier, Ein Herz für Bier, We Like That
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Drüben bei We Like That wird zu “Ein Herz für Bier” aufgerufen. Keine Frage, daß ich da als waschechtes Münchner Kindl mitmachen muß.
Augustiner Hell als mein Lieblingsbier zu bezeichnen trifft nicht den Kern der Sache, denn ich hatte nie eine Wahl.
Mein Vater trinkt seit ich denken kann nur unter Protest anderes Bier, und im Süden von München -wo ich aufgewachsen bin- wäre nie jemand auf die Idee gekommen das man überhaupt etwas anderes auf Festen ausschenken könnte. Ich würde soweit gehen, daß ich viele Jahre meines Lebens nichts von der Existenz anderer Biersorten wußte…
Sicher ist, daß es das erste Bier war, das ich probierte. Sicher ist ebenfalls, daß ich diesem Gesöff meinen ersten Rausch verdanke und das prägt!. (Es ist nicht sehr spekulativ, diese Annahme auch für den Großteil der Bevölkerung von München zu treffen).
Das ist jetzt kein elitärisches Snobgelaber, sondern hat mit der besonderen Situation in München zu tun. Mjunik City ist zwar die Welthaupstadt des Bieres, aber wenn man ehrlich ist, kann man die Industrieplörre, die von dort kommt einfach nicht goutieren. Bis auf das Vollbier mit dem grünen Etikett. Das Zeug schmeckt und das ist die Hauptsache.
Neben dem Geschmack gibt es aber noch einen anderen wichtigen Grund: Augustiner ist durch und durch rebellisch und sympatisch. Die Brauerei macht grundsätzlich in Öffentlichen Raum keine Werbung, widersteht bisher allen Versuchen, von anderen Großbrauereien aufgekauft zu werden, sondern ist und bleibt im Familienbesitz und produziert deutlich weniger, als verkauft werden könnte. Damit nimmt die kleinste der Münchner Großbrauereien marketing- und imagetechnisch eine besondere Stellung ein. Am augenfälligsten ist diese Sonderstellung auf dem Oktoberfest. Das Bierzelt der ältesten Brauerei Münchens ist als erstes voll. Immer.
Mann kann das Verhältnis der Münchner zum Bier sehr gut mit dem zu ihren Fußballvereinen vergleichen. Augustiner enstpricht dabei dem TSV 1860. Sympathisch, bodenständig und alternativlos (sic!). Die anderen Sorten enstprechen dem FC Bayern: Weltbekannt aber unsympathisch. Gerade gut genug für die Touristen.
Also wenn ihr wieder mal einen versnobten Münchner seht, der dieses sündteure Zeug trinkt, seht es ihm nach. Die Markenbeziehung steckt ihm wahrscheinlich ähnlich tief in den Knochen wie mir. Und seht mir bitte nach, daß ich diesen edlen Stoff NIEMALs aus einer Tasse trinken werde…

(das Bild oben steht unter einer creatice commons Lizenz uns stammt von me_maya)
Das Bild unten stammt aus der Wikipedia und ist ebenfalls unter cc-Lizenz veröffentlicht)









Durfte es mir ebenfalls mal zu Gemüte führen. Kann mich nur anschließen. War und ist lecker.
Ich habe mein ganzes Leben lang im LK Ebersberg gelebt. Wenn ich die Flasche sehe, schlägt mein Herz schneller.
Hätte nie gedacht das Augustiner hier mal zu sehen, freut mich!
Zum Glück gibt’s dass auch hier in Westfalen. Wenn man im Geschmackslexikon unter Bier nachschlagen würde, bekäme man Augustiner-Geschmack.
Edelstoff. Seit ich es das erste Mal getrunken habe, und zwar in BERLIN, habe ich nie wieder ein besseres Bier gefunden.
Weißbier nur im Weißbierglas(Punkt)!
Full ack kann ich als Exzapfer da nur sagen…und ja Augustiner ist schweinelecker!
3 Jahre München ham bei mir auch Spuren hinterlassen, zu Not vielleicht nochn Tegernseer Helles, aber die 1. Wahl ist und bleibt Augustiner!
Mann, Mann, Mann.
Tegernseer nicht explizit erwähnt, Neumarkter Lammsbräu nicht erwähnt. Was ist mit Andechser? Es gibt hier zig kleine Brauereien, die alle lecker Bier machen. Und das umweltfreundlich, weil in der Region. Findest Du halt nicht bei Tengelmann.
Bei Deinem nächsten Münchenbesuch werden wir Deine Bier-Sozialisation vorantreiben.
Und zu Deinem Fußball-Vergleich: Bayern München ist auch sowas wie ein Familienbetrieb. Wenn mich nicht alles täuscht, sind’s die 60er, die sich von merkwürdigen internationalen Investoren päppeln lassen, während die Roten brav ihr Stadion abbezahlen und von oberflächlichen Idioten einfach nur für ihren Erfolg angefeindet werden.
Seit wann so polemisch?
als ich in München gelebt hab gerne die eine oder andere halbe gezicht!
Mann Mann Mann, es geht hier nicht darum, das beste Bier zu küren oder einen Vergleichstest zu machen. Es geht bei “Ein Herz für Bier” ganz subjektiv um das eigene Lieblingsbier und warum da so ist.
Wenn Du Tegernseer odder ein anderes der vielen feinen Biere aus Bayern lieber magst, fühl Dich frei, auch bei der Aktion mitzumachen.
Und was Blau vs Rot betrifft: Die öffentliche Meinung deckt sich nicht immer mit der harten Realität. Underdogs werden geliebt usf usf. Du weißt sehr genau, was ich meine…
Tsssss, ist nur Feedback über den Eindruck, den Du auch mit dem Artikel erzielst. Abgesehen davon: schon mal überlegt, dass der August der FCB unter den Independent-Brauereien ist und 60 alles andere als ein Familienbetrieb? Man kann sich alles zurecht drehen