Blogrebellen Kreuzberg

Einer von uns beiden

am Dienstag, 13. Mai 2008, 21:30 Uhr
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Einer von uns beiden ky - Horst BosetzkyEiner von uns beiden ky - Horst Bosetzky
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Vor ein paar Monaten bekam ich einen Brief von Edition Köln, einem kleinen unabhängigen Verlag, der neben Kriminalliteratur auch spanische und iberoamerikanische Bücher veröffentlicht.
Grund des Schreibens war ein Streetart-Foto aus Kreuzberg, das der Verleger Peter Faecke hier im Blog gefunden hatte. Dieses Foto wollte er als Titelfoto für einen Krimi in Kleinauflage nutzen und fragte mich in dem Brief, ob ich ihm das Bild zur Verfügung stellen könnte.
Natürlich war ich gleich hellauf begeistert von der Idee und ich erlaubte ihm die kostenfreie Nutzung des Fotos als Buchcover.

Heute lag das Buch im Briefkasten (siehe Bilder) und im Impressum ist mein Name und ein gedruckter Link zu blog.rebellen.info. Klasse, ich freu mich! (Ob das auch meinen Pagerank verbessern wird?) :D

Das Buch Einer von uns ist eine kriminelle deutsche Sittengeschichte aus dem Jahr 1972:

Berlin-Kreuzberg in den 60er Jahren. Huren, Zuhälter, Randständige. Ein hier lebender Student entdeckt zufällig, dass einer seiner Professoren seine Habilitationsschrift Wort für Wort in den USA gestohlen hat und erpresst ihn. Das Geschäft floriert zunächst, dann läuft alles aus dem Ruder.

-ky (Horst Bosetzky), geb. 1938 in Berlin. Industriekaufmann, Professor der Soziologie, Schriftsteller. Mit dem wachsenden Erfolg der Krimis von -ky, die ab 1972 in schneller Folge erschienen, wurde zunehmend über das Pseudonym -ky gerätselt, als Autor u.a. Helmut Schmidt verdächtigt, auch der österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky.

Nachdem sich Horst Bosetzky “geoutet” hatte, der als Dozent an einer Verwaltungshochschule zunächst das Pseudonym vorgezogen hatte, war er lange Zeit Vorsitzender der Vereinigung deutscher Kriminalschriftsteller “Das Syndikat”.

Jetzt würde ich nur noch gerne wissen welcher Straßenkünstler dieses Bild gemalt hat. Mein Lob Herr Unbekannt ;)

Nun ist es raus! Dank dem Kommentar von el konnte ich mich nun selbst davon Überzeugen, wer dieses Männchen gemalt hat:

Der Künstler nennt sich nomad. In dieser Flick-Gruppe findet ihr weitere Werke, bei PsP-StReETArT ein Interview und sogar der rbb hat den seit rund zehn Jahren in Berlin lebenden Künstler, der mit seinen 37 Jahren schon zu den “Streetart-Senioren” zählenden Künstler portraitiert.

Chapeau!


Ein Beitrag von Blogrebell
Selbsternannter Crossover-Medienterrorist, Social-Media-Bitch und Technik-Nerd. Mehr Wahnsinn auf Twitter, Facebook & Google+.

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11 Kommentare to “Einer von uns beiden”

  1. mrBTH sagt:

    Glückwunsch pEtEr :-)
    Wünsche angenehme Lektüre, das Wetter passt ja inzwischen…

  2. brennA sagt:

    wow!
    so kanns gehen…ist aber auch ein schickes Foto!

  3. Ali sagt:

    Sozusagen der erste analoge Link zu Dir. Glückwunsch und weiter so.
    Mal gucken, obs sich auf die Page-Impressions auswirkt ;-)

  4. sv sagt:

    Oh ja, dat hat wat :D *mitfreu*

  5. Arne sagt:

    Das hat wirklich was.
    Spannend wird jetzt, was länger “leben” wird. Die URL oder das Buch. :)

  6. el sagt:

    künstler: nomad

  7. pEtEr sagt:

    Yes, das isser!!
    Vielen Dank el, nun kann ich ihm ja allem Ruhm zukommen lassen ;)
    Werde gleich mal den Beitrag aktualisieren!

  8. NOMAD sagt:

    NOMAD NICHT NOMAMD….Alter wasn mit Euch los… Erst klaut irgendjemand Bilder fuer sein’ Einband und dann auch noch Namen verpeilen…
    Das Geile ist dann noch das alle Denken ich wuerde damit Kohle machen….

  9. pEtEr sagt:

    Hey Nomad!
    Ok, das mit dem Namen ist nicht so schön, habe das gleich geändert. Aber was bitte meinst du mit klauen? Wer hat den wen beklaut? Ich dich, weil ich ein Foto geschossen habe – oder hat der Verlag dich beklaut, weil er dieses Foto genutzt hat? Muss man damit nicht rechnen, wenn man seine Werke im “öffentlichen Raum” präsentiert?
    Mir persönlich ist schon klar, dass du damit keine Kohle verdient hast. Und ehrlich gesagt dachte ich bis eben, dass sich ein Künstler freu, wenn seine Werke Aufmerksamkeit erregen!?
    Cheers …

  10. name sagt:

    bloss weil die sachen im oeffentlichen raum sind heisst es nicht dass du den kuenstler (Nomad) nicht haettest kontaktieren koennen – wenn du es auf flickr stellst stoert es keinen aber jetzt macht damit jemand geld auch wenn du deine fotos kostenlos weg gibst es wird kommerziel genutzt und da ist das problem
    am ende laeuft es darauf hinaus, dass der Kuenstler dessen art du benutzt nicht genannt wird und du schmueckst dich mit fremden federn
    ohne die zeichnung waere das bild langweilig
    nicht alles im oeffentlichen raum kann benutz werden – du brauhst z.b. genehmigungen um fotos von vielen oeffentlichen gebaeuden zu machen und zu nutzen das selbe mit statuen in parks oder logos …

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