viertel, dreiviertel, um, vor und nach
pEtEr am Mittwoch, 28. Februar 2007, 15:38 UhrTags: Berlin, Blödsinn, Kreuzberg
Abgelegt unter: Berlin, Lesbar
Das man in Berlin zu Brötchen ’Schrippen’ sagt brauche ich keinem mehr zu erzählen. Und das im Ostteil der Stadt die Ampelmännchen anders aussehen als im Westlichen, merkt der aufmerksame Zugezogene oder Tourist auch sehr schnell.
Nun lebe ich seit 7 Jahren in der geliebten Hauptstadt und es gibt etwas, das mich immer wieder aufs Glatteis führt: Die Uhrzeit. Oder besser gesagt, die Art wie ein Berliner eine Uhrzeit bezeichnet.
Mein Kumpel Ali zum Beispiel:
…
Ich: “Also wann geht’s los?”
Ali: “Na so viertel Ölf Elf” (Ok, er sagt Elf und nicht Ölf)
Ich: “Ähm, also viertel vor Elf?”
Ali: “Sach mal geht’s noch?”
Ich: “Du bist so hässlich! Kannst du die Uhrzeit bitte so nennen, dass auch ich sie verstehe?”
Ali: “Nach gesamtdeutscher Zeitrechnung zweiundwanziguhrfünfzehn. Du Sack!”
Ich: “Na geht doch, Stinker”
…
Ich werde das nie verstehen….
Bild von Torsten Mangner
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Februar 28th, 2007 at 16:41
Ich versteh das Alles nicht!
Halb elf steht nicht zur Debatte, da ja die Hälfte der elften Stunde des Tages gemeint ist und jeder bundesweit es versteht.
Wo ist aber bitte der Unterschied (und ich meine nicht den Arithmetischen) zwischen halb und viertel bzw. dreiviertel der vollen Stunde.
Das ist doch ich glaube fünfte Klasse Mathematikunterricht.
Hingegen viertel vor oder nach der vollen Stunde wiederum wird scheinbar verstanden.
Aber als freundlicher Berliner, dessen Bekanntenkreis ja mittlerweile zu 2/3 (66,6 Periode %) aus NichtBerlinern besteht, hilft man ja gerne weiter.
Februar 28th, 2007 at 17:44
unterhält man sich so in berlin… wie angenehm ;o)
Februar 28th, 2007 at 18:03
“… so Viertel Ölf” geht ja noch,
aber: “Wir treffen uns dann 5 nach um 2″.
Das ist abartig!
Dann denk ich immer, jetzt hackt´s den Ali : )
@Shah - klar unterhält man sich so in Berlin.
„Dit kannste dir an de fünf Finga abklaviern!“
Februar 28th, 2007 at 18:23
@Lene - Das ist nicht abartig, sondern hochdeutsch (vielleicht ergänze ich ja demnächst den Satz um das fehlende Wort Minuten)
Sind denn gerade ALI-Themen-Wochen hier?! Immer auf die Kleenen, und dann soll´n se wachsen.
Februar 28th, 2007 at 18:59
yeah yeah..street
Februar 28th, 2007 at 22:17
jetzt kommt ne abgefahrene theorie hoch durchgedreht: also, wenn man sich die uhr bildhaft vorstellt, ich meine kreisrund wie die ‘hardware’ is. nun kommt da der ehemalige ost berliner und sieht die ganze sache von links und sacht: “klar, es ist viertel ölf.” dann kommt der ehemalige wesi und sieht die sache eher von rechts und sacht: “ey man, es ist viertel nach zehn.” versteht ihr was ich meine? das liegt doch im blut. das hat man quasi mit der muttermilch eingesaugt…nur mal so am rande.
Februar 28th, 2007 at 23:19
Und warum sagt dann der Wes(s)i viertel vor Elf?
Der Bezug genommen wird auf eine laufende Stunde oder eben auf eine Vollendete.
Deiner Theorie nach kommt die Sozialstation ja aus dem Osten, zumindestens, was die Blickrichtign angeht
Februar 28th, 2007 at 23:47
hä? du sprichst bzw. schreibst in rätseln oder im rausche
März 1st, 2007 at 01:38
Ihr habt Probleme, bei mir ist gleich viertel vor naggisch, zeit zum schlafen gehen….
In diesem Sinne. Um 8 Uhr klingelt der Wecker damit ich viertel nach 8 aufstehen kann um dann dreiviertel 9 aus dem Haus zu gehen um die Bahn um 5 min nach 9 Uhr zu erwischen und pünktlich 9 Uhr 30 auf Arbeit zu sein, im Normalfall, der selten eintritt.
März 1st, 2007 at 09:24
*lach* also das mit viertel irgendwas werde ich auch nie verstehen. Zum Glück komme ich nicht oft in die Verlegenheit, das verstehen zu müssen. Es wurde mir mal erklärt, klang logisch, hab ich aber schon wieder vergessen.
März 12th, 2007 at 12:19
kleiner tipp zum lernen:
www.norddeutschelernendieuhrzulesen.de